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Inktober 2020: Challenge und Learnings

Inktober 2020: Challenge und Learnings

Zum ersten Mal habe ich dieses Jahr an „Inktober 2020“ teilgenommen. Wenn Sie noch nicht Inktober kennen, ist es seit 2009 ein Challenge von Jake Parker. Die Herausforderung liegt einen Monat lang an einer täglichen Zeichengewohnheit zu entwickeln. Auf dem ersten Blick scheint es einfach zu sein. Ich muss zugeben, dass es nicht war ….. aber was für eine Erfahrung! (meine Insta)

 

Ich möchte mit Euch meine „Learnings“ von diesem ersten Inktober teilen:

die Zeit: Am Anfang nahm ich mir die Zeit, um meine Illustrationen zu schaffen und nach ein paar Tagen verschieb ich immer wieder diesen persönlichen Moment. Dazu habe ich immer weniger und weniger Zeit geplant. Es sollte schnell erledigt werden und natürlich hat in den Augenblick nichts funktioniert. Diese geplante Zeit war wichtig und ich hatte Spaß gehabt. Seit dieser Challenge habe Ich meine Prioritäten anders wahrgenommen und nehme mir jeden Tag Zeit für mich. Bis heute funktioniert es!

Vorbereiten: Es gab Themen zu zeichnen, von denen ich nicht inspiriert war. Sich Zeit nehmen und davor darüber nachdenken sind wichtig. Hätte ich ein paar Ideen für den Stichtag gehabt, hätte ich weniger Frust empfunden als ich mit dem Skizzieren anfing. Genauso habe ich gelernt, dass ich mit der Technik Vorbereitung und dem Material Test entspannter war. Ich bin sehr neugierig und spontan aber mit einer auch bescheidenen Vorbereitung macht es mehr Spaß.

Stil: Für diese erste Teilnahme habe ich die Themen einfach so bearbeitet und ich habe auch viel getestet (manchmal gut, manchmal weniger gut 😉). Als ich diesen Artikel vorbereitete, gab es mir also die Möglichkeit, darüber nachzudenken und ganz genau nachzuschauen was ich geschafft habe (was ich zeichnen möchte und was ich nicht mehr will). Diese tägliche Übung und die vorgegebenen Angaben gaben mir eine neue Perspektive und zeigten mir auch andere Wege, mich zu entwickeln.

Die Angst vor dem Misserfolg: jeden Tag meine Sketches posten war für mich ein bisschen unangenehm. Zeigen, was ich gut finde aber auch was ich nicht für gut halte, war schwierig. Als ich die Inktober 2020 mitspielte lernte ich, was ich für einen Fehler halte, ist für andere Personen nicht der Fall. Wie eine gute Freundin Delphine Boileau-Terrien sagt „Besser eine unvollkommene Aktion tun als gar keine“.

Inspiration: Ideen finden und viel mehr! Ich war nicht daran gewohnt. Da habe ich meinen Kopf „trainiert“ und meine Ideen mit Büchern, Wortspiel, Diskussionen, Fotos usw. aufgepeppt. Kurzum habe ich meine Kreativität „durchtrainiert“, um Ideen zu erneuern und neue Wege zu gehen.

Die Ansicht der Anderen: Anfang Oktober wollte ich dieses „Inktober“ Challenge mitmachen, um mir selbst zu beweisen, ich kann jeden Tag zeichnen und mich erneuern. Ich hatte aber vor den Rückmeldungen von Zuschauern Angst. Ich bin Autodidakt und es ist nicht einfach, sich mit echten Artisten zu messen. Die Ansichten und paar Kommentare gaben mir Energie und haben mich bis zum Ende ermutigt. Zusätzlich nahm ich wieder Kontakt mit einigen Leuten auf, die mir folgen und die für eine kommende Zusammenarbeit interessiert sind. Danke 😊!

Die Magie: Schließlich gibt es in jedem Werk einen kleinen Teil von Magie. Mit einer Illustration anfangen und sich von diesem Prozess tragen und mitreißen lassen, ist für mich ein Geschenk. Das Ergebnis (auch wenn ich weiß, was ich machen möchte) bleib immer eine Überraschung. Ich bin von einigen Zeichnungen wirklich erstaunt und ich beobachte sehr gerne, wie diese Magie auf meine Arbeit wirkt.

Das sind meine Lernerfahrung. Ich werde sie natürlich für meine Illustrationen und Sketchnotes nutzen aber einige davon werde ich auch in meinem Job anwenden.  

Hast du in letzter Zeit an Inktober 2020 teilgenommen? oder vielleicht an einem anderen Challenge ? Was ist dein Lernprozess? Welche Erfahrung von deiner Leidenschaft kannst Du in deinem Job nutzen?

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